Triveni - Zentrum für Yoga und Gesundheit

dem Ort für Bewegung, Begegnung und Bewusstsein in Gröbenzell bei München



"Verkörperter Schrecken"
Einführungsseminar Trauma & Yoga

mit Doris Iding

Man braucht nicht als Flüchtling in einem Lager zu leben oder als Soldat in einem Krieg gekämpft zu haben, um Traumata zu kennen. Mittlerweile weiß man, dass sie zum Leben vieler Menschen dazugehören. Die gute Nachricht: es ist möglich, durch Traumata entstandene Schädigungen zu verringern oder sogar zu beheben! Das hängt maßgeblich damit zusammen, dass man die natürliche Plastizität des Gehirns nutzen kann, um sich – als Betroffene - wieder völlig lebendig und in der Gegenwart verwurzelt zu fühlen. 
In diesem Einführungsseminar werden verschiedene Möglichkeiten aus dem Yoga vermittelt, die einen posttraumatischen Wachstum möglich machen: 

1. Top-down-Methoden: durch Reden, (Wieder-)Herstellen einer Verbindung zu sich selbst und anderen Menschen und indem zugelassen wird, zu erkennen und zu verstehen, was mit einem los ist, während man Erinnerungen an ein erlebtes Trauma verarbeitet. 
2.  Bottom-up-Methoden: indem man dem Körper Erlebnisse ermöglicht, die jenen Gefühlen der Hilflosigkeit und Rage oder dem Zusammenbruch, zu dem es durch das Traumata kommen konnte, eindeutig entgegengerichtet sind.  Traumasensibles Yoga hat sich als eine besonders wirksame Bottum-up Methode erwiesen. 

In diesem Einführungsseminar in Traumasensibles Yoga (TSY) handelt es sich um einen körperorientierten therapeutischen Ansatz, der auf dem klassischen Hatha-Yoga basiert. Die besondere Chance liegt in der Stabilisierung, der Anregung von Selbstwirksamkeit und der Harmonisierung auf das psycho-vegetative System. Die hier vorgestellten Trauma-Yoga -Übungen harmonisieren das autonome Nervensystem und ermöglichen es, das sensibel aufeinander abgestimmte Zusammenspiel von Sympathikus und Parasympathikus wieder zurückzugewinnen. TSY ist Achtsamkeit in Bewegung. Es ist aber auch gelebte Yogaphilosophie: Ahimsá, die Gewaltlosigkeit. 

Basierend auf dem Yogasutra des Patanjali werden wichtige Aspekte der Yogaphilosophie mit in das Einführungsseminar einfließen. Im Traumasensiblen Yoga wird die Achtsamkeit auf eine mitfühlende Weise nach Innen gelenkt. Ohne etwas zu erzwingen, wird der eigene Körper wohlwollend wahrgenommen und der Übenden dazu inspiriert, die eigene Entscheidungsfähigkeit bewusst wahrzunehmen, den eigenen Rhythmus zu finden und die eigenen Bedürfnisse zu beachten und ihnen zu folgen. 

TSY ist ein behutsamer Weg, den eigenen Körper und seine Mechanismen wiederzuerobern und wieder Kontrolle über das eigene Leben zu erlangen. Wie dies möglich ist, lernen Betroffene in diesem Einführungsseminar kennen. Aber auch Yogalehrer lernen, wie sie betroffene Yogaschüler darin unterstützen können, Retraumatisierungen besser abzufedern oder mit traumatischen Erfahrungen besser umzugehen.

Denn mit Hilfe von TSY kann man lernen, das Leben wieder ein- und die Trauer und Verletzungen hinauszulassen.  Für viele Traumatisierte wird die Yogapraxis so nach und nach zu einem wichtigen Bestandteil ihres Lebens. Es unterstützt sie darin, die Würde zurückzuerlangen, die jedem Menschen von Geburt aus zusteht. Aber nicht nur das, tatsächlich sind im TSY auch viele Komponenten enthalten, die eigene Resilienz zu stärken. Auch wenn es vielleicht ein schwacher Trost ist, aber eine traumatische Erfahrung kann einen Menschen auf eine tiefe Ebene mit sich selbst und seinen Ressourcen in Kontakt bringen, die ohne dieses Erlebnis so vielleicht nie stattgefunden hätte.

Durch Traumasensibles Yoga lernen Traumatisierte u.a.: 
Mit stressigen Situationen besser umzugehen
Vertrauen in den eigenen Körper zu entwickeln oder wiederzugewinnen
Den Körper zu spüren, anstatt ihn nur zu denken
Mehr im Hier und Jetzt zu leben
Sich weniger als Opfer zu fühlen, sondern stolz darauf zu sein, aufgrund der eigenen innenwohnenden Stärke überlebt zu haben 
Dem Trauma etwas Positives abzugewinnen und mit Zuversicht weiterzuleben.

Aufbau des Seminars: 

  • Grundlagenvermittlung: 
  • Was ist ein Trauma?
  • Was passiert im Gehirn?
  • Wie können wir traumatische Erfahrungen auflösen?
  • Yoga- und Atemübungen für Traumata
  • Meditationen und Visualisierungen 
  • Verschiedene Ansätze der Traumatherapie
  • Was tun bei vielschichtigen Traumatisierungen?
  • Yoga- und Atemübungen für Traumata
  • Notfallkoffer bei Retraumatisierung
  • Möglichkeiten und Grenzen vom Yoga im Umgang mit Traumata?
  • Yoga- und Atemübungen für Traumata
  • Meditationen und Visualisierungen 


Doris Iding arbeitet seit vielen Jahren als Yoga-, Meditations- und Achtsamkeitslehrerin, sowie als Autorin im Bereich Spiritualität, Yoga, Achtsamkeit, Meditation, Gesundheit und Psychologie. 
Studium Ethnologie M.A. mit Schwerpunkt Integration östlicher Heilverfahren in den Westen, Bewusstsein, bewusstseinsverändernde Techniken, Schamanismus, Ethnomedizin, (Nebenfächer Psychologie und Religionswissenschaft mit Schwerpunkt Hinduismus, Buddhismus und Religionen im Kulturvergleich); 1 Jahr Japanologie mit 2 Monaten Aufenthalt in Japan


Termin:           Samstag  21.01.17 - Sonntag 22.01.17   jeweils von 10.00 Uhr - 16.30 Uhr

                           Kursgebühr:    220,00 €    | Frühbucherrabatt bis 23.12.2016  195,00 €

Kursleitung:    Doris Iding 

 

Anmeldung im Triveni Zentrum

Für Fragen und Infos:

Mobil:           0160 5400 529

Email:           info@doris-iding.de

Webseite:    www.vomglueckderkleinendinge.blogspot.de/

Formular:     ..ANMELDUNG..               




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